17.-27.Juli 2005

Tag 1+2 Tag 3+4 Tag 5+6 Tag 7+8 Tag 9+10+11

Tag 7

Nun war es leider Zeit, den Rückweg anzutreten. Wir verließen Skagen, fughren über Frederikshavn nach Aalborg. Über Nibe, Løgstør, in die Nähe von Viborg, wo wir an der "Mønsted Kalkgruber" einen Zwischenstopp einlegten. Die Kalkgrube von Mønsted bietet neben der alten Kalkbrennerei und dem Ziegengehege ein Wirrwarr an unterirdischen Gängen. Teils gerade groß genug, hindurchzukriechen, teils groß genug für einen LKW. Von insgesamt 60km Stollen sind ca. 2km beleuchtet und für Besucher freigegeben. Besonderheit ist außerdem noch der Höhlenkäse, der in einem Seitenstollen des Bergwerks reift. Je Monat werden hier 250t Käse eingelagert, die überwiegend in den Export, auch nach Deutschland, gehen.

Zufällig entdeckten wir auf der Straßenkarte noch einen weiteren Eintrag in der Nähe, den wir spontan anfuhren: Hjerl Hedes Frilandmusem. Es erwies sich als ein Freilichtmuseum, so wie wir man es kennt, mit ländlichen Gebäuden und Dorfstruktur.

              
 

Überrascht waren wir, mitten zwischen den Häusern des 18. und 19.Jahrhunderts über eine steinzeitliche Siedlung und deren Bewohner zu stolpern.

Nun denn, hauptsache "Oldtid" :))

Da es hell, der Tag lang und der Weg noch weit war, fuhren wir noch ein Stück weiter, auf der Suche nach einer nächtlichen Bleibe. Über Struer gings nochmals weiter, bis an die Nordseeküste. Über den schmalen Damm zwischen Dünen, Nordsee und Bøvling Fjord fuhren wir nach Thorsminde. Leider war hier auf wirklich jedem Parkplatz das Übernachten verboten. So genossen wir wenigstens noch die steife Brise - und schlenderte durch die Außenlage des Standungsmuseums.

Beschreibung zu dem großen Wrackteil, auf dem Whoopie und Arnim sitzen:

"WRACKTEIL VOM VOLLSCHIFF DAKOTA
Im April 1994 wurde dieses große Wrackteil an den Strand südlich von Hvide Sand geschwemmt. Das Wrackteil, ein Teil der Seitenwand, stammt wahrscheinlich vom Vollschiff Dakota aus Bremerhaven. Die Dakota war im Januar 1888 auf dem Weg nach Oslo, wo sie eine Ladung Holz übernehmen und nach Australien schiffen sollte. Wegen der starken Strömung und falscher Navigation strandete am 31.Januar 1888 bei Sdr. Lyngvig. Der größte Teil der Besatzung kam lebend an Land, doch Kapitän und Steward ertranken. Die Dakota kam nicht mehr frei, sondern wurde an Ort und Stelle abgewrackt."

Interessant wäre nur, wo das riesige Seitenwandteil sich 106 Jahre rumgetrieben hat, ehe es wieder auftauchte. Sachen gibt's....

Noch ein Stückchen weiter südlich, in Ringkøbing, fanden wir schließlich ein Plätzchen zum überachten - direkt an der Stadtkirche. Hier hatten wir es sehr ruhig - außer den regelmäsig vorbeikommenden, singenden Nachtwächtern der Stadt :))

 

Tag 8

Weiter gen Süden. An Hvide Sand vorbei, den Ringkøbing Fjord linkerhand, die Nordsee rechterhand, ging es nach Nymindegab. Spontan einem Schild "Vikinghavn" folgend landeten wir in Borkhavn am Wikingermuseum.

Leider öffnete es erst um 11 Uhr - für uns zu spät, schließlich wollten wir beizeiten bei Arnim's Verwandtschaft in Blåvand einfallen. So beließen wir es bei ein paar Schnappschüssen übern Zaun und machten uns auf die restliche Strecke.  

In Blåvand haben Schwager und Schwägerin ein Ferienhaus gemietet. Hier konnten wir uns die nächsten zwei Tage breit machen, unseren Streom aufladen, mal wieder duschen (*gg*), und uns verplgene lassen :)

Avhy / 04.August 2005
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